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Paddel statt Bildschirm
– auf den Wasserstraßen durch die Natur

Abgeschlossenes natur-, umwelt- und erlebnispädagogisches Projekt

Ausgangslage und Projektidee

Ein zunehmend digitalisierter Alltag führt dazu, dass unmittelbare Naturerfahrungen, Bewegung im Freien und reale Begegnungen mit dem eigenen Lebensumfeld seltener werden. Viele Erfahrungen verlagern sich nach innen oder in digitale Räume. Natur wird dadurch häufig nicht mehr als aktiver Erfahrungs-, Lern- und Lebensraum wahrgenommen, sondern eher als Randerscheinung des Alltags.

Mit dem Projekt „Paddel statt Bildschirm – auf den Wasserstraßen durch die Natur“ griff Impuls Rhein-Main e.V. diese Entwicklung auf. Das Projekt eröffnete Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Familien die Möglichkeit, Natur unmittelbar zu erleben, sich gemeinsam zu bewegen und die eigene Umgebung aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen.

Im Mittelpunkt standen reale Naturerfahrungen, ökologische Sensibilisierung, Bewegungsförderung und soziales Lernen. Das gemeinsame Paddeln bot einen niedrigschwelligen Zugang, um Natur nicht nur zu betrachten, sondern aktiv zu erleben, zu entdecken und mit positiven Erfahrungen zu verbinden.

Natur und Bewegung als Erfahrungsraum

Kanufahren verbindet körperliche Aktivität, Naturwahrnehmung und gemeinsames Handeln auf besondere Weise. Auf dem Wasser werden Tiere, Pflanzen, Uferlandschaften, Wetter und Bewegungen der Natur unmittelbar erfahrbar. Die Teilnehmenden erleben ihre Umgebung nicht über Bildschirme oder Erzählungen, sondern aus erster Hand.

Dadurch können Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und ökologische Kompetenz gestärkt werden. Natur wird als schützenswerter Lebensraum wahrgenommen, zu dem eine persönliche Beziehung entstehen kann. Positive Naturerfahrungen können dazu beitragen, Umweltbewusstsein, Sorgsamkeit und ein grundlegendes Verständnis für nachhaltiges Handeln zu fördern.

Gleichzeitig wirkt das gemeinsame Unterwegssein auf dem Wasser entschleunigend. Es schafft Abstand vom Alltag, fördert Konzentration und Körperwahrnehmung und eröffnet Möglichkeiten für seelischen Ausgleich, Bewegung und gemeinsames Freizeiterleben im eigenen sozialen Umfeld.

Fachlicher Ansatz

„Paddel statt Bildschirm“ war naturpädagogisch, umweltpädagogisch, erlebnispädagogisch und bewegungsorientiert ausgerichtet. Der Projektansatz nutzte das Kanufahren als handlungsorientiertes Medium, um Naturerfahrung, Bewegungsförderung, ökologische Sensibilisierung und soziale Lernprozesse miteinander zu verbinden.

Im Mittelpunkt stand ein erlebnis- und naturpädagogischer Zugang, bei dem Naturwahrnehmung, Bewegung und soziales Lernen miteinander verknüpft wurden. Beim gemeinsamen Kanufahren entstanden Situationen, in denen Abstimmung, Rücksichtnahme und Verantwortungsübernahme praktisch bedeutsam wurden. Diese Erfahrungen konnten anschließend auf Fragen von Teamfähigkeit, Selbstwirksamkeit und gemeinschaftlichem Handeln übertragen werden.

Der Ansatz verband damit Natur- und Umweltbildung mit sozialpädagogischer Gruppenarbeit. Das gemeinsame Naturerlebnis eröffnete einen Erfahrungsraum, in dem ein bewussterer Bezug zur natürlichen Umwelt, positive Bewegungserfahrungen und soziale Kompetenzen gleichermaßen gefördert werden konnten.

Weiterentwicklung des Projektansatzes

Die Erfahrungen aus der Projektumsetzung wurden nach Abschluss fachlich ausgewertet und in die konzeptionelle Entwicklung natur-, bewegungs- und erlebnispädagogischer Angebote einbezogen.

Dabei wurden insbesondere die methodischen Potenziale gemeinsamer Naturerfahrungen für Selbstwirksamkeit, Verantwortungsübernahme, Gruppenprozesse, Umweltbewusstsein und sozialpädagogische Präventionsarbeit aufgegriffen.

„Paddel statt Bildschirm“ bildet damit einen Erfahrungsbaustein für die Entwicklung von Angeboten, die Naturerleben, Bewegung, ökologische Sensibilisierung und soziales Lernen miteinander verbinden.

Projektinformationen

Status: abgeschlossen
Laufzeit: 2020–2024
Format: sozialpädagogisch begleitete Kanu- und Naturerlebnisse
Zielgruppen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Familien
Kooperationspartner: Hessischer Kanu-Verband e.V.
Schwerpunkte: Naturerfahrung, Umweltbildung, Bewegung, Selbstwirksamkeit, Kooperation und soziales Lernen

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