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Zweisam statt einsam
– sportliche Betätigung und gemeinsames Erleben trotz sozialer Distanz

Abgeschlossenes bewegungs- und begegnungsorientiertes Projekt

Bild: Impuls Rhein-Main e.V.

Ausgangslage und Projektidee

Während der Corona-Pandemie waren persönliche Begegnungen, gemeinsame Aktivitäten und soziale Kontakte stark eingeschränkt. Abstand halten, Ausgangsbeschränkungen und soziale Isolation veränderten den Alltag vieler Menschen und führten nicht selten zu Gefühlen von Einsamkeit, Langeweile, Frustration oder Trostlosigkeit.

Gerade in einer solchen Situation konnten positive Momente, Bewegung im Freien und sichere Formen sozialer Begegnung eine wichtige Bedeutung gewinnen. Mit dem Projekt „Zweisam statt einsam – Sportliche Betätigung und gemeinsames Erleben trotz sozialer Distanz“ entwickelte Impuls Rhein-Main e.V. ein kreatives Angebot, das Bewegung, Begegnung und gemeinsames Erleben unter den damaligen Schutz- und Abstandsregelungen miteinander verband.

Über eine Tandem-Hotline konnten kostenlose begleitete Tandemfahrten vereinbart werden. Ziel war es, Menschen trotz sozialer Distanz eine Möglichkeit zu eröffnen, gemeinsam aktiv zu sein, sich auszutauschen und positive Erfahrungen an der frischen Luft zu machen.

Tandemfahren als Begegnungs- und Bewegungsraum

Das Tandemfahren bot einen besonderen Zugang zu Begegnung, weil es gemeinsames Unterwegssein und körperliche Aktivität miteinander verband. Zwei Menschen bewegten sich gemeinsam in dieselbe Richtung, konnten miteinander sprechen und zugleich den damals erforderlichen Sicherheitsabstand wahren.

Das Angebot ermöglichte damit eine Form der Zweisamkeit, die aktivierend und an die damaligen Rahmenbedingungen angepasst war. Bewegung wurde nicht nur als sportliche Betätigung verstanden, sondern auch als Möglichkeit, Langeweile und Frustration zu unterbrechen, das eigene Wohlbefinden zu stärken und wieder positive Erlebnisse im Alltag zu erfahren.

Zugleich war das Tandemfahren auch für Menschen geeignet, die aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund von Unsicherheiten nicht gut allein Fahrrad fahren konnten. Durch die gemeinsame Nutzung des Tandems konnten sie dennoch aktiv teilnehmen, sich bewegen und ein Gefühl von Sicherheit, Beteiligung und gemeinsamem Vorankommen erleben.

Fachlicher Ansatz

„Zweisam statt einsam“ war als bewegungs- und begegnungsorientierte Antwort auf die psychosozialen Belastungen der Corona-Pandemie angelegt. Der Projektansatz griff die damalige Situation sozialer Distanz, eingeschränkter Alltagskontakte und drohender Vereinsamung auf und übersetzte sie in ein alltagsnahes, aktivierendes Angebot im Freien.

Fachlich knüpfte das Projekt an bewegungsbezogene Gesundheitsförderung, psychosoziale Stabilisierung und niedrigschwellige Teilhabeförderung an. Das Tandemfahren verband körperliche Aktivierung mit sozialer Erfahrung und ermöglichte eine Form von Kontakt, die unter den damaligen Schutz- und Abstandsbedingungen umsetzbar war.

Der Ansatz verstand Bewegung nicht nur als sportliche Betätigung, sondern als Zugang zu Wohlbefinden, Aktivität und sozialer Verbundenheit. Damit reagierte das Projekt präventiv auf Rückzug, Passivität und Isolation und schuf einen Rahmen, in dem positive gemeinsame Erfahrungen trotz sozialer Distanz möglich wurden.

Weiterentwicklung des Projektansatzes

Die Erfahrungen aus der Projektumsetzung wurden nach Abschluss fachlich ausgewertet und in die konzeptionelle Entwicklung bewegungs- und gesundheitsfördernder Angebote einbezogen.

Dabei wurden insbesondere die Potenziale gemeinsamer Aktivität im Freien für Kontaktaufbau, psychosoziale Stabilisierung und die Prävention von Isolation aufgegriffen.

„Zweisam statt einsam“ bildet damit einen Erfahrungsbaustein für Angebotsformate, die körperliche Aktivierung, soziale Verbundenheit und niedrigschwellige Teilhabe miteinander verbinden.

Projektinformationen

Status: abgeschlossen
Laufzeit: 2020–2022
Format: kostenlose, begleitete Tandemfahrten im Freien
Zielgruppe: Menschen mit eingeschränkten Begegnungsmöglichkeiten während der Corona-Pandemie
Schwerpunkte: Bewegung, Begegnung, Aktivierung, Wohlbefinden, soziale Verbundenheit und Prävention von Isolation

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