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Für Fachkräfte, Zuweisende & Kooperationspartner

Fachinformationen zur Maßnahme, Zielgruppe und möglichen Zusammenarbeit

 Bild: KI-generiert

Integration durch Ausbildung – IdA​

Brücke in Ausbildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe

Orientierung schaffen. Kompetenzen stärken. Übergänge gestalten.

In Deutschland Fuß zu fassen und eine berufliche Perspektive zu entwickeln, ist für Menschen mit Fluchthintergrund ein zentraler Schritt in Richtung Selbstständigkeit, Teilhabe und langfristiger Lebensperspektive. Gleichzeitig ist dieser Weg häufig komplex: Berufliche Ziele, Bildungswege, Sprache, Aufenthaltsstatus, Behördenkontakte und persönliche Lebensumstände greifen oft ineinander.

Integration durch Ausbildung – IdA setzt genau an dieser Schnittstelle an. Das Projekt begleitet Menschen mit Fluchthintergrund ganzheitlich beim beruflichen und sozialen Ankommen, bei der Entwicklung realistischer Anschlussperspektiven und beim Aufbau einer tragfähigen Lebensperspektive in Deutschland.

Im Mittelpunkt steht nicht nur die schnelle Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung, sondern die Entwicklung eines beruflichen oder bildungsbezogenen Weges, der zu den Fähigkeiten, Voraussetzungen und Lebensumständen der teilnehmenden Person passt und langfristig Bestand haben kann.

Ganzheitliche Begleitung statt isolierter Vermittlung

Arbeitsmarktintegration gelingt selten allein durch eine Bewerbung oder einen einzelnen Vermittlungsschritt. Viele Teilnehmende stehen gleichzeitig vor sprachlichen, rechtlichen, familiären, psychosozialen, bildungsbezogenen oder alltagspraktischen Herausforderungen. Diese Faktoren können berufliche Entscheidungen, Bewerbungsprozesse, Qualifizierung, Ausbildung und Beschäftigung unmittelbar beeinflussen.

IdA betrachtet berufliche Integration deshalb nicht isoliert. Das Projekt verbindet berufliche Orientierung, Kompetenzfeststellung, Qualifizierungs- und Berufswegeplanung, Bewerbungscoaching, Übergangsmanagement und sozialpädagogische Begleitung zu einem ganzheitlichen Unterstützungsangebot. Je nach Bedarf können auch arbeitsmarktorientierte Sprachförderung, Prüfungsvorbereitung, EDV- und IT-Grundlagen sowie die Stärkung sozialer, interkultureller und arbeitsmarktbezogener Handlungskompetenz einbezogen werden.

Ziel ist es, Teilnehmende dabei zu unterstützen, ihre Möglichkeiten im deutschen Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktsystem realistisch einzuordnen, passende nächste Schritte zu entwickeln und Übergänge in Ausbildung, Arbeit, Bildung oder Qualifizierung vorzubereiten und zu stabilisieren.

Zielgruppe und typische Bedarfslagen

IdA richtet sich an Menschen mit Fluchthintergrund aus dem Rhein-Main-Gebiet, die sich im Prozess der beruflichen, sozialen und gesellschaftlichen Integration befinden und Unterstützung bei der Entwicklung realistischer Anschlussperspektiven benötigen.

Die Maßnahme ist besonders geeignet für Personen, deren beruflicher oder bildungsbezogener Weg in Deutschland noch nicht ausreichend geklärt ist oder durch sprachliche, biografische, rechtliche, familiäre, psychosoziale oder systembezogene Faktoren erschwert wird.

IdA kann insbesondere unterstützen, wenn Teilnehmende ihre beruflichen Möglichkeiten in Deutschland realistisch einschätzen möchten, Orientierung im deutschen Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktsystem benötigen, berufliche oder bildungsbezogene Übergänge vorbereiten wollen, ihre sprachlichen, digitalen, fachlichen oder arbeitsmarktbezogenen Kompetenzen stärken möchten oder Unterstützung bei Bewerbungen, Stellensuche, Anerkennungsverfahren und Behördenangelegenheiten brauchen.

Auch persönliche oder familiäre Belastungen können Teil der Begleitung sein, wenn sie den Alltag, die Stabilität oder den beruflichen Weg erschweren. IdA schafft hier einen Rahmen, in dem berufliche Entwicklung und sozialpädagogische Stabilisierung zusammengedacht werden.

Fachlicher Ansatz

IdA arbeitet ressourcenorientiert, lebensweltorientiert, sprachsensibel, sozialpädagogisch und arbeitsmarktnah. Ausgangspunkt ist die individuelle Lebenslage der teilnehmenden Person: bisherige Bildungs- und Berufserfahrungen, vorhandene Kompetenzen, sprachliche Voraussetzungen, rechtliche Rahmenbedingungen, persönliche und familiäre Belastungen, berufliche Ziele sowie die jeweiligen Anforderungen des deutschen Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktsystems.

Auf dieser Grundlage werden realistische Anschlussperspektiven entwickelt und schrittweise vorbereitet. Dabei geht es nicht darum, Menschen vorschnell in irgendeinen Übergang zu vermitteln, sondern tragfähige Wege aufzubauen: durch Orientierung, Kompetenzklärung, Qualifizierung, Stabilisierung und Begleitung im Übergang.

Der fachliche Kern liegt in der Verbindung von Beratung, Bildung, sozialpädagogischer Begleitung und Übergangsmanagement. Die Maßnahme unterstützt Teilnehmende dabei, eigene Ressourcen zu erkennen, Handlungsmöglichkeiten zu erweitern, Anforderungen besser zu verstehen, informierte Entscheidungen zu treffen und konkrete Schritte in Richtung Ausbildung, Arbeit, Schule, Studium, Qualifizierung oder Weiterbildung umzusetzen.

Gleichzeitig berücksichtigt IdA, dass berufliche Integration eng mit sozialer Stabilität, Systemverständnis, Sprache, digitaler Handlungsfähigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe verbunden ist. Der Ansatz zielt deshalb nicht nur auf Vermittlung, sondern auf nachhaltige Übergänge, Selbstständigkeit und eine langfristig tragfähige Lebens- und Berufsperspektive.

Entwicklungs- und Unterstützungsbereiche

IdA setzt an zentralen Entwicklungsfeldern an, die für eine nachhaltige Integration in Bildung, Arbeit und Gesellschaft relevant sind. Die Unterstützung orientiert sich an der individuellen Ausgangslage, der Bildungs- und Berufsbiografie, den vorhandenen Kompetenzen sowie den persönlichen, familiären, sprachlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Teilnehmenden.

Je nach Bedarf umfasst die Begleitung berufliche Orientierung, Kompetenzfeststellung, individuelle Qualifizierungs- und Berufswegeplanung, Bewerbungscoaching, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche, Unterstützung bei der Suche nach Praktikum, Ausbildung, Arbeit oder Qualifizierung sowie Begleitung bei Anerkennungsfragen, Behördenangelegenheiten, Aufenthalt, Arbeitserlaubnis und weiteren integrationsrelevanten Anliegen.

Ergänzend können arbeitsmarktorientierte Sprachförderung, Prüfungsvorbereitung, EDV- und IT-Grundlagen, fachliche Qualifizierungsmodule sowie die Stärkung sozialer, interkultureller, digitaler und arbeitsmarktbezogener Handlungskompetenzen einbezogen werden. Bei persönlichen, familiären oder psychosozialen Belastungen kann die Begleitung stabilisierend unterstützen und bei Bedarf an geeignete Fachstellen oder weiterführende Hilfen anbinden.

Die Unterstützung erfolgt nicht schematisch, sondern orientiert sich an den vorhandenen Ressourcen, den konkreten Bedarfen und den nächsten sinnvollen Entwicklungsschritten der teilnehmenden Person.

Mehrsprachige und sprachsensible Begleitung

Sprachliche Barrieren sind ein wesentlicher Faktor im Integrationsprozess. Deshalb erfolgen Beratung, Orientierung und Begleitung bei IdA sprachsensibel und – je nach Verfügbarkeit – mehrsprachig. Ziel ist, dass wichtige Informationen verstanden, Anforderungen eingeordnet und tragfähige Entscheidungen getroffen werden können.

Mögliche Sprachen sind Deutsch, Englisch, Farsi/Dari, Paschtu, Türkisch und Arabisch.

Übergänge vorbereiten und stabilisieren

Ein beruflicher Übergang ist mehr als ein unterschriebener Vertrag. Gerade für Menschen mit Fluchthintergrund können Ausbildung, Arbeit oder Qualifizierung mit vielen gleichzeitigen Anforderungen verbunden sein: Fachsprache, Berufsschule, betriebliche Kommunikation, digitale Abläufe, rechtliche Fragen, Mobilität, familiäre Verantwortung, Behördenkontakte und persönliche Belastungen.

IdA begleitet deshalb nicht nur bei der Orientierung und Vermittlung, sondern auch bei der Vorbereitung und Stabilisierung von Übergängen. Berufliche Ziele, Qualifizierungsbedarfe, vorhandene Kompetenzen und passende Anschlussmöglichkeiten werden zusammengeführt, damit Übergänge nicht zufällig entstehen, sondern fachlich vorbereitet und nachhaltig unterstützt werden.

Wirkung und Zielsetzung

IdA verfolgt das Ziel, Menschen mit Fluchthintergrund in ihrer beruflichen, sozialen und persönlichen Entwicklung zu stärken. Die Teilnehmenden sollen ihre Möglichkeiten besser verstehen, eigene Kompetenzen ausbauen, Hemmnisse abbauen, mehr Sicherheit im deutschen Bildungs-, Ausbildungs- und Arbeitsmarktsystem gewinnen und realistische Perspektiven entwickeln.

Wirkung zeigt sich dabei nicht nur in Vermittlungen. Sie zeigt sich auch dort, wo Menschen handlungsfähiger werden, ihre Rechte und Pflichten besser verstehen, eigene Ziele klarer formulieren, Bewerbungsprozesse selbstständiger bewältigen, digitale und sprachliche Kompetenzen erweitern, Belastungen stabilisieren und den nächsten Schritt in Richtung Teilhabe gehen.

Projektinformationen

Status: laufendes Projekt
Projektstart: 
2019
Aktuelle Maßnahmelaufzeit: 
01.01.2026 – 31.12.2026
Zielgruppe: 
Menschen mit Fluchthintergrund aus dem Rhein-Main-Gebiet
Format: Einzelberatung, Coaching, Gruppenangebote, Seminare, Workshops, fachliche Module und berufsbezogene Qualifizierungsbegleitung
Schwerpunkte: 
berufliche Orientierung, Kompetenzfeststellung, Qualifizierungs- und Berufswegeplanung, sozialpädagogische Stabilisierung, Bewerbungscoaching, Übergangsmanagement, Sprachförderung, EDV- und IT-Grundlagen, Prüfungsvorbereitung und gesellschaftliche Teilhabe
Beratungssprachen: 
Deutsch, Englisch, Farsi/Dari, Paschtu, Türkisch und Arabisch

Förderhinweis:

Das Projekt wird aus Mitteln des Ausbildungs- und Qualifizierungsbudgets (AQB) des Landes Hessen gefördert. Das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt am Main beteiligt sich mit einer Kofinanzierung.

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